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Samstag, 2. Mai 2009

[B]egegnung der 3. Art

Gestern abend kam "das" hier ...

...auf mich zugestürzt, drückte mich an die Plastikhupen, gab Küsschen links und rechts, freute sich, dass ich da sei und erklärte jemand anderem, ich wäre die, die ihn/sie mit "Heiko" zusammen gebracht hätte.

Nun kenne ich weder einen Heiko noch habe ich jemals diese "Dame" vorher in meinem Leben gesehen. Sie hauchte mir noch ein "wir reden nachher" hin und verschwand flugs wieder backstage. Ich war zu amüsiert, um den Irrtum aufzuklären. :-)

Irgendwo in Deutschland gibt es also einen Zwilling von mir, der sich beim nächsten Telefonat dafür rechtfertigen muß, warum er (also sie) nach dem Auftritt nicht mehr vor Ort war. "Ich hätte doch so gern noch mit dir gequatscht, Schätzchen...".

Wirklich schade, dass ich bei der anschliessenden Diskussion nicht dabei sein kann.... :-))))

Freitag, 1. Mai 2009

[E]skalagation im gemischten Club am ShutDownDay

Kleines Ratespiel: ...welche Sendung habe ich wohl gestern Abend aus Mangel an alternativen Unterhaltungsangeboten geschaut und so schöne neue Wörter und Redewendungen "gelernt" wie zum Beispiel -

  • eskalagieren
  • das Zepter zwingen
  • "frühs" aufstehen
???

Nein, es war nicht "Germany's next Flop Model". Dort leuchtet es zwar auch nicht gerade vor Intelligenz, aber es geht eben immer noch ein Stüfchen tiefer. Heute nun werde ich die Kiste ganz auslassen und mich lieber bei einem kühlen Weinschörlchen und in ausgesprochen netter Begleitung live unterhalten lassen. Am morgigen Samstag bleibt sogar das Notebook kalt. Denn es ist "Shut down day 2009", wie uns der liebe Julius hier erklärt.



UPDATE 2.Mai:
Persönlicher Shutdown dauerte aus organisatorischen Gründen dann doch lediglich bis mittags. ("Versager!")
Es gilt also: "We are open". ;-)

Dienstag, 24. Februar 2009

Adoptionsantrag betr.[Eure Mütter]

Wer Lieder verfasst, in denen Worte wie z.B. Zahnzwischenräume vorkommen, der bringt mich einfach trotz Tiefpunktstimmung zum Lachen! ;-)


Das Highlight der Live-Show von Eure Mütter ist leider nirgends zu finden (
zumindest nicht in der perfektionierten aktuellen Version): Dynamisches Synchron-Haarewaschen auf offener Bühne mit viel Schaum und noch mehr Wasser zu "What a feeling". Es riß mich vom Sitz!


Als kleines Trostpflaster mein derzeitiger "Ohrwurm" - Die Sonne von Sorrent.



Gefolgt von einem sehr persönlichen Song über und für den "Typ, der bei der GEMA die Titel eintippt.....". Wunderbar ;-)

Montag, 16. Februar 2009

[T]eamwork


* ohne Worte *


Gefunden und gelacht bei Tour-Blog.

Samstag, 14. Februar 2009

[14]. Februar

Weil ich keinen anderen Valentin hab', schenke ich Euch allen einfach den hier:

Freitag, 23. Januar 2009

Ein [Mords]spaß!

Herrlich, dieser Mann.
Bodo Wartke mit "Ja Schatz". Er dürfte Vielen aus dem Herzen sprechen. :-)


Montag, 19. Januar 2009

Hoffmannslos ver[brel]t

Gestern (oder war es vorgestern?) beim Zappen auf "Feinkost" gelandet. Und hängen geblieben. Hatte ganz vergessen, wie sehr ich diesen Kerl mag!








Allerdings mochte ich ihn am liebsten als Brel-Interpret. Bin erklärter Jacques-Brel-Fan. Als Klaus Hoffmanns Musical "Brel - Die letzte Vorstellung" 1997 in Berlin lief, bin ich glaube ich ca. 20x dort gewesen. Ab und zu Karte gekauft, meist aber von Micha B. (Hoffmanns langhaariger Gitarrist) heimlich backstage reingeschmuggelt worden. Ich hätte vorher nie gedacht, dass man den "Esprit" von Brel auf Deutsch einfangen und damit Menschen begeistern kann, die der französischen Sprache nicht mächtig sind oder sich vorher nicht unbedingt für Brel erwärmen konnten. Und so hing ich an seinen Lippen. In dieser Zeit gab es für mich nichts als dieses Musical. "Keine Zeit heute abend. Bin im Schillertheater." Ich hatte bei der Premiere sogar die Ehre, kurz mit Francois Rauber sprechen zu können, dem Arrangeur und Mitkomponisten von Jacques Brel, der an diesem Musical mit Klaus Hoffmann zusammengearbeitet hatte. Ich war stolz "wie Bolle". :-)
Fast hätte ich sogar für ihn arbeiten dürfen. Er fragte bei mir nach. Suchte aber eine Halbtagskraft und ich eine Vollzeitstelle. Doch wer weiß - vielleicht wäre dann der Zauber ganz schnell verflogen. So ist es mir lieber.

Leider scheinen auf u*tube die wenigen Videos von "Hoffmann singt Brel" gelöscht worden zu sein, die es mal gab. Schade. Dann eben ein wenig vom Original. Denn an dieses kommt schliesslich doch niemand heran. Viel Spaß.




Une Valse A Mille Temps




Madeleine



Les Vieux


La Chanson De Jacky

Und noch ein toller Brel-Interpret -
Dominik Horwitz singt Brels "Amsterdam"





Dienstag, 18. November 2008

[Mr.] Tommy Toe

Für alle Sprachwissenschaftler unter Euch. Fußnägelhochrollfaktor 1.

Some footie wootie, cancy wancy, wee wee, ciggies, doggies and deathies..... And "A Bit of Fry & Laurie".

"Mr. Burmie"




Ich liiiiiiiiebe Fry & Laurie.
Actually noch mehr als Monty Pythons.

Und hier sind die
"Italien Brothers"



"Genital Amputation"

Dienstag, 11. November 2008

England-[Schottland] und zurück

Heute Abend wiedermal Theater. Die 39 Stufen (nach Hitchcock) am KuDamm.

Ich bin entzückt. Rasant. Witzig. Schwarzer Humor. Vier Darsteller, die unzählige Rollen spielen und dabei in einer Form die Kostüme wechseln (
zum Teil vor den Augen der Zuschauer und manchmal bekommt man den Moment nicht einmal mit), dass man glaubt, sie sind im Hauptberuf Artisten. Nicht nur die Kostüme wechseln in einem Mördertempo, auch die Kulisse erfindet sich mit jedem Atemzug neu. Und zwar mit den einfachsten Mitteln. Doch so effektiv und verblüffend, dass allein dies schon das Anschauen wert ist! Nie hätte ich geglaubt, dass man im Theater derart rasante spannende und gespenstische Fluchtszenen hinbekommt, die einen atemlos machen. Es wurden Stuntszenen auf und aus fahrenden Zügen gezeigt. Es gab eine Verfolgungsjagd über die Towerbridge mit Absturz/Sprung in die Themse. Natürlich weder Züge noch Brücken real vorhanden. Wahnsinn, was tolle Ideen und deren intelligente Umsetzung mit der eigenen Phantasie machen können. Ein Hitchcock-Film wäre nicht spannender. Für mich das Highlight: (abgesehen von der kleinen süßen Spielzeug-Lokomotive, die irgendwann durch's den Bühnennebel dampfte) Der unverzichtbare Cameo-Auftritt von Alfred Hitchcock!!!! Als Scherenschnittfigur auf einem schottischen Berghang in den Highlands stehend, während - ausnahmsweise hier ebenfalls per Schattenspiel - wilde Verfolgungsjagden über die Berge bis hin zu der berühmten Flugzeugjagd (jeder wird hier Cary Grant in "Der unsichtbare Dritte" vor Augen haben) auf den Hauptdarsteller. Herrlich die kurzen Anspielungen auf "Psycho", "Der Mann, der zuviel wußte" etc. Witzig auch der schottische Farmer, der Bayrisch spricht. Jemand, der vorher noch nie einen Schotten reden gehört hatte, wird verstanden haben, wo hier sprachlich das "Problem" liegt! ;-)
Sogar "Miss Sophie's" non-Hitchcock-Silvester-nächtlichem Wunsch wird Rechnung getragen: Ein süffisantes "I'll do my best", als sich der schottische Concierge mit seiner fordernden Angetrauen zur Nachtruhe begibt. Mit einem Augenzwinkern des Darstellers in Richtung Publikum (fehlte nur: "as every year").

Das kurze Glöckchenklingeln am Weihnachtsbaum im Schlußbild werden eventuell nur wenige verstanden haben. Dies war einem von Hitchcocks-Lieblingsdarstellern gewidmet. James Stewart. In dem unvermeidbaren (aber wunderschönen!!!) Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?" (orig. "It's a wonderful life") schellt im Schlußbild ein Glöckchen und Jimmies Filmtöchterchen sagt "Daddy, immer wenn ein Glöckchen klingelt, bekommt ein Engel seine Flügel". Und Stewart lächelt gen Himmel, zwinkert und sagt "Du hast sie Dir verdient". (Adressiert an den tolpatischen Engel Clarence, der ihn in der Weihnachtsnacht vor dem Freitod bewahrte).

Ach, es gäbe noch so viel dazu zu sagen. Fotos habe ich gemacht. Wollte aber meine Mitzuschauer nicht allzusehr durch Aufleuchten des Displays stören. Und an den entscheidenden Stellen war ich viel zu verblüfft, überrascht, erfreut, überwältigt, um zu fotografieren. Und wollte auch eher geniessen. Darum hier also nur ein paar nicht wirklich aussagekräftige Impressionen.
(Und passend zum Thema ein Lesetipp. Eins meiner Lieblingsbücher: "Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?" Francois Truffot)


Montag, 10. November 2008

[B]ären können nicht lachen

...hab' ich hier gelernt:



(Ach wie blöd, zu groß für diese Seite, das Video. Na, morgen ist es wieder verschwunden. Versprochen!)

Donnerstag, 16. Oktober 2008

[V]ergnügen pur


Ich hab' mich am vorangegangenen Abend mal dem Boulevard-Theater hingegeben. Und wurde nicht enttäuscht. Mich zog vor allem die Erwartung schwarzen Humors in Anbetracht des Autors Anthony Neilson und der britischen Location in das Theater. Enttäuscht wurde ich diesbezüglich keinesfalls! Noch bevor sich der Vorhang hob, waberte zu echt abgefahrener Musik - eindeutig meines Geschmacks - unter dem noch geschlossenen Bühnenvorhang der nebligste Nebel aus Londons East-End in die ersten Zuschauerreihen! (ich war Reihe 4 perfekte Mitte!)

Themen (
Kindesmissbrauch, Altersdemenz, Tod)
, bei denen in der Tat manchmal das Lachen nicht weiß, ob es "dürfen darf", um sich dann an anderer Stelle umso kraftvoller und erlösend seinen Weg zu bahnen. Einfach nur köstlich! Jeder Darsteller eine Perle. Mit den beiden Hauptdarstellern Dieter Landuris und Kai Maertens durfte ich hinterher sogar noch ein Weinchen nehmen (dass mir dabei vor Begeisterung fast eine Hand gebrochen wurde von Herrn "Soko Wismar" Maertens, sei hier nur am Rand erwähnt).

Wer kann und möchte, sollte hingehen:
Schwarze Komödie von Anthony Neilson
"Von Lügen und Lastern" * Komödie am KuDamm * Berlin
Die Polizisten Blunt und Gobbel sind definitiv nicht die Klügsten - und ausgerechnet die beiden umständlichen Ordnungshüter müssen dem betagten Ehepaar Conner eine schreckliche Nachricht überbringen. Als sich die Tür öffnet, beginnt eine Kette von Katastrophen: ein Gemenge von Missverständnissen, guten Absichten und bösen Ergebnissen nimmt seinen turbulent - komischen Lauf. Jeder Versuch, Ordnung in das Chaos zu bringen stiftet neue Verwirrung und unsere zwei Polizisten stolpern von einem Fettnapf in den nächsten...

In der Tradition von Dick und Doof bilden Gobbel und Blunt ein herrlich kompliziertes Gespann, dass man einfach lieben muss, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

[H]amma!

Ich "kann" ja nicht so ganz und wirklich und total "auf" dieses pinke Monstrum. Aber eins hat sie geschafft: ich werde diesen Song nie wieder hören, ohne SIE vor mir zu sehen! Auf jeden Fall coole Promo!

Samstag, 27. September 2008

V[ee]. I.P.


Freitag. Letzter Arbeitstag dieser Woche. Da freut man sich immer über kleine letzte Erfolge. Im Zuge eines Telefonates treffe ich auf die Frau am anderen Ende der Leitung, die eigentlich ihr Geschäft verstehen sollte. Führt sie doch eine bekannte Kleinkunst-Bude. Ich preise ihr einen Künstler an. Und sie verblüfft mich mit der Frage: "Ist der bekannt?" - Äh, ja. Klar. (...wer kennt nicht "das sprechende Hemd mit der Glatze oben drauf?") - NEIN, natürlich NICHT! Zumindest nicht in dem Maße, welches unausgesprochen hinter ihrer dümmlichen Frage steckt, die sie gar nicht hätte stellen müssen, wenn derjenige so bekannt wäre, wie es das Wort "bekannt" impliziert. Und dann hätte sie wohl mich angerufen und nicht umgekehrt!

Ach, Feierabend.

Happy Weekend!

(Den Deal hab' ich trotzdem gekriegt: Und das "sprechende Hemd" werdet Ihr noch kennenlernen! Demnächst im Theater Eures Vertrauens)

Montag, 15. September 2008

[A]vanti, Dilettanti!

Am Sonntag war ich im Renaissance-Theater. Das Stück "Souvenir" von Stephen Temperley wollte ich mir in erster Linie wegen Lars Reichow (Spitzname "Der Klaviator") anschauen. Auf der Bühne einer der zwei Protagonisten. "Der" andere war "Die Nick". Als neugeborener Fan der Nämlichen verließ ich heute Abend das Theater.

In dem Stück geht es um die vermutlich erste Trash-Queen überhaupt, die hoffnungslos talentfreie aber voller Inbrunst schmetternde Opernfregatte Florence Foster Jenkins (* 1868 in Pennsylvania, † 26.11.1944). Auch bekannt als "Murder of the high Cs" (Meuchlerin der hohen Cs).
Ein berühmtes Zitat der "FloFoJen" erklärt wunderbar den Inhalt der Aufführung: „People may say I can't sing, but no one can ever say I didn't sing. (Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.)“ - Dies ist auch auf ihrem Grabstein zu lesen. Niemand hört eben, was andere hören. Davon zeugen auch heute in hübscher jährlicher Regelmäßigkeit die Castings für DSDS. Amüsieren wir uns nicht auch hier über die von sich überzeugten Sangeszombies, aus den gleichen Gründen, die damals die selbsternannte Operndiva zu einem Star ihrer Zeit machten?

Und was mich Sonntag Abend zu einem "Fan" der Nick - zumindest in dieser Rolle - gemacht hat, ist die unglaubliche Perfektion, mit der sie jeden falschen Ton absolut präzise auf den Punkt bringt. Sie immitiert nicht die Hauptfigur, gibt sie nie der Lächerlichkeit preis, und im Gegensatz zu der eher "umfangreicheren" Foster Jenkins scheint die Nick einem Glamourmagazin der 20er Jahre entsprungen zu sein. Allein die Anmut ihrer Bewegungen ist ein wahrer Augenschmaus.

Im anschliessenden intimen Publikums-Gespräch mit der Nick und Lars Reichow wird noch deutlicher, dass diese Frau weitaus mehr zu bieten hat, als verspeiste Känguruhoden und T*tten de Luxe (der Titel eines ihrer Soloprogramme). Selbstironisch und überaus intelligent parlierte und parierte sie. Man mag von dieser Frau halten, was man will - ich für meinen Teil werde sie mir gern wieder auf einer Theaterbühne ansehen!

Hier die Premierenkritik (etwas nach unten scrollen, großes PDF)

Und wer Florence Foster Jenkins nicht kennt - hier ein paar O-Töne. Viel Vergnügen ;-)

Sollte es jemand nicht erkannt haben - das war die genüssliche stimmliche Vergewaltigung der "Königin der Nacht" (Mozarts Zauberflöte)